Winterhude - lebendig und adrett

Stadtpark

Winterhude, hervorgegangen aus einem Dorf am Rande der Alsterniederung, ist flächenmäßig der größte Stadtteil der inneren Stadt. Er liegt an deren Nordrand, nördlich der Außenalster und umschließt an drei Seiten den etwa 180 ha großen, für die gesamte innere Stadt bedeutsamen Stadtpark

 

Gegenüber benachbarten Stadtteilen wird Winterhude deutlich abgegrenzt:

 

 

  • im Westen durch die Alster mit dem historischen Flussübergang am Winterhuder Fährhaus,
  • im Norden durch die parallelen Trassen der U-Bahn und Güterumgehungsbahn,
  • im Osten hauptsächlich durch die S-Bahn und
  • im Süden durch den Osterbekkanal.

 

Der Stadtteil steht "im Zeichen der Sierichs". Nachdem bereits 1838 der Vater von Adolph Sierich das Land aufgekauft hatte, begann der Sohn 1860 es als Bauland zu erschliessen und Strassen anzulegen. Agnes-, Willi-, Dorotheen- und Clärchenstraße sind nach Mitgliedern der Familie benannt. Das "Sierichsche Gehölz" (nördlich des Grasweg) war ihre Jagd. 1902 kaufte es die Stadt, um den Stadtpark anzulegen.

 

Winterhude ist geprägt durch die Vielfalt seiner städtebaulichen Strukturen und Bereiche, aus denen die Entwicklung vom Dorf zum urbanen Stadtteil ablesbar ist. Dazu gehören:

  • Der gemischt genutzte Bereich um den Winterhuder Marktplatz, der aufgrund seines dörflichen Ursprungs und der in der Ulmenstraße und der Ohlsdorfer Straße noch vorhandenen historischen Bleicherhäuser für die Geschichte Winterhudes und die Entwicklung seines Stadtbildes maßgebliche Bedeutung besitzt. Dieses Ge­biet ist auch heute noch einer der zentralen Bereiche in Winterhude.
  • Der Bereich hochwertiger Einzelhausbebauung entlang der Alster und ihrer Seitenkanäle (Leinpfadkanal und Rondeelteich) westlich der Sierichstraße. Diese Bebauung stammt im südlichen Teil aus der Zeit um die Jahrhundertwende, im nördlichen Teil aus der Zeit nach der Kanalisation der Alster in den Jahren 1911 - 1916.
  • Die östlich der Sierichstraße anschließende mehrge­schossige Wohnbebauung - größtenteils in Schlitzbauweise in der Zeit vor dem 1. Weltkrieg errichtet - mit ihrem Bestand an großen, gut ausgestatteten Wohnungen.
  • Die Gebiete mit überwiegend einfacheren Wohnungen, die früher als sogenannte Arbeiterviertel beidseits der Barmbeker Straße und nördlich des Winterhuder Marktplatzes im Bereich der Himmelstraße in enger Nachbarschaft zur gewerblichen Nutzung entstanden sind.
  • Die Wohnbebauung der 20er Jahre beiderseits des Goldbekkanals sowie die Jarrestadt mit den für diese Zeit typischen Kleinwohnungen.
  • Der Bereich nördlich des Stadtparks zwischen Braamkamp und Carl-Cohn-Straße, der durch dichte Wohnblockbebauung aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg und die Kasernenbauten an der Carl-Cohn-Straße gekennzeichnet ist.
  • Die in wirtschaftlicher Hinsicht wegen ihrer zahlreichen Arbeitsplätze bedeutsame City Nord, mit deren Bau in den 60er Jahren begonnen wurde. Mit dem Bau der City Nord und der angrenzenden Wohnbebauung entlang der Hindenburgstraße wurden die letzten zusammenhängenden Flächen im nördlichen Winterhude erschlossen.
  • Die für das Stadtbild Winterhudes typischen zahlreichen Gewässer, die als Nebenarme der Alster diese u.a. auch mit dem Stadtpark und dem dort angelegten Stadt­parksee verbinden, Besonders an den früher nicht gewerblicher Schifffahrt dienenden Kanälen finden sich idyllische Beispiele innerstädtischen Wohnens am Wasser.

Einzelne dieser Bereiche, wie die Jarrestadt, die City Nord oder der Stadtpark sind bekannter als die Tatsache, dass sie zum Stadtteil Winterhude gehören. Das Angebot an Altbauimmobilien ist groß. Neue Wohnungen entstehen wegen der dichten Bebauung vor allem im Dachgeschoßausbau oder durch Lückenschließung.

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